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Keine, eine oder viele Alternativen?

Von den Gefahren des Versuches, die Regentschaft der Kaiserin TINA mit den ideologischen Waffen des 20. Jahrhunderts zu beenden

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Wenn Situationen für ausweglos erklärt werden, lohnt es sich an Kant zu denken: Den Ausgang findet man meistens durch die Überwindung der selbst verschuldeten Unmündigkeit.

Das Ende der politischen Alternativen verkünden seit einigen Jahren Politiker und Wissenschaftlerinnen rund um den Globus. Da sind Abweichungen von dieser Sprachregelung sehr erfrischend: „The end of nature“, das Ende der Natur – oder vielleicht besser ins Deutsche übertragen: der Umwelt – vermeldete am 05. Februar der Geograph Erik Swyngedouw bei einer Veranstaltung an der Berliner Humboldt Universität. In einem der ungewöhnlichsten und inspirierendsten Vorträge, die ich in den letzten Jahren Gelegenheit hatte zu hören, erläuterte der in Belgien geborene und derzeit an der University of Manchester lehrende Wissenschaftler seine Sicht auf die Klimapolitik im Besonderen und auf den Status von Politik im 21. Jahrhundert im Allgemeinen.

Und diese Sicht beruht nicht etwa auf einer leichten Variation des bekannten TINA-Themas, sondern ist außerordentlich bemerkenswert und erhellend für alle, die an einer kritischen Analyse der größten Defizite westlicher politischer Systeme in unserer Gegenwart interessiert sind. Swyngedouw entlarvt geistreich die Denkfehler, ja man möchte sagen, die Idiotien einer Politik der Ausweg- und Alternativlosigkeit, die ganze Gesellschaften lähmen und handlungsunfähig machen kann. „Keine, eine oder viele Alternativen?“ weiterlesen