Die neue Wirklichkeit

Utopien und Visionen hatten in den letzten Jahrzehnten ein schlechtes Image, daher hat sich fast niemand mehr getraut, welche zu entwickeln. Doch wir brauchen politische Utopien dringender denn je

Von Roland Rottenfußer 

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Manchmal bricht sich das Neue einfach Bahn – Bild: skeeze/Pixabay (CC0)

Mit dem Namen dieses Artikels, „Die neue Wirklichkeit“, beziehe ich mich zunächst auf ein schönes und aufrüttelndes Lied der beiden Liedermacher Konstantin Wecker und Pippo Pollina: „Questa nuova realtà“, also „Diese neue Wirklichkeit“. Das Lied spricht von menschlicher Solidarität und Lebensfreude im Angesicht einer Welt, die von einem kollektiven Wahn („follia“) ergriffen und von einer Rückkehr des Faschismus überschattet wird.

„Heute spricht mal keiner den Anderen schuldig. Heute lässt mal jeder den Anderen anders sein“, lautet eine von Weckers schönen deutschsprachigen Textpassagen. Der italienische Refrain von Pippo Pollina heißt übersetzt ungefähr: „Nehmen wir uns bei der Hand, wenn der Abend kommt. Es trägt uns weit, bis zu den Lichtern der Morgenröte. Lass uns alles mit dem Herzen tun. Lasst es seine eigene Sprache sprechen. Lasst sie herein, diese neue Wirklichkeit!“ „Die neue Wirklichkeit“ weiterlesen

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