Klassenkampf statt Klimakrieg

In der Klimadebatte werden häufig apokalyptische Szenarien bemüht, um den Ernst der Lage zu betonen. Das birgt aber die Gefahr, dem Klimaschutz die soziale Gerechtigkeit zu opfern

Fridays for Future
Raus aus dem Klassenzimmer – rein in den Klassenkampf? – Bild: FridaysForFuture Deutschland/Flickr (CC BY 2.0)

Der Klimawandel ist sicher eine der gewaltigsten Herausforderungen, denen die Menschheit sich je gegenüber gesehen hat. Und er hat längst begonnen. Die Menschheit weiß das seit Jahrzehnten – und hat dennoch bisher kaum etwas dagegen unternommen. Was die Lage natürlich nicht besser macht. Um deren Ernst zu unterstreichen, werden daher zunehmend Beschreibungen und Szenarien bemüht, die die Dramatik der Situation veranschaulichen sollen. Von der Klimakatastrophe ist dann die Rede oder gar einer Apokalypse. Oder auch von einem Klimakrieg. Diese Terminologie eignet sich dann hervorragend, um zur Bewältigung dieser Krise den Ausnahmezustand auszurufen und etwa eine extrem steuernde Kriegswirtschaft zu fordern, die vom Urlaubsflug bis zur täglichen Mahlzeit jeglichen Konsum reguliert und rationiert.

Es stellt sich bei diesen militärisch-apokalyptischen Begrifflichkeiten allerdings die Frage, was durch sie wirklich gewonnen wird? „Klassenkampf statt Klimakrieg“ weiterlesen