Die Corona-Inszenierung

Wir sollten endlich aufhören, über Corona zu streiten, denn im Schatten des Pandemie-Hypes geschieht Ungeheuerliches

von Hermann Ploppa

covid-19-4969674_1920
Was verbirgt sich hinter der Maske der Gesundheitsvorsorge? – Bild: Anestiev/Pixabay (CC0)

Vorbemerkung der Redaktion: Die Wiederveröffentlichung dieses Artikels geschah in der Absicht, der eher einseitigen und oberflächlichen Debatte über die Corona-Krise eine kritische und kontroverse Position entgegenzustellen. Leider erfolgte die Auswahl des Textes offenbar mit weniger Sorgfalt als üblich. Im Laufe von ausführlichen Diskussionen, unter anderem auch hier im Blog, mussten wir bald feststellen, dass der Text argumentativ wie inhaltlich letztlich nicht den Ansprüchen genügt, die wir gewöhnlich für dieses Blog anstreben. Das bedauern wir. Hätten wir also rückblickend von einer Veröffentlichung abgesehen, werden wir den Artikel mit Diskussion dennoch zu Dokumentationszwecken hier stehen lassen, so dass sich unsere Leser*innen weiterhin selbst ein Urteil bilden können.

Nicht nur darum, was wir gerade sehen, geht es, sondern vor allem auch darum, was wir übersehen. Besser gesagt: was wir übersehen sollen. Alle Augen sind derzeit starr auf das Geschehen rund um Corona gerichtet: Wie entwickeln sich die Infiziertenzahlen? Wir gefährlich ist das Virus? Wann werden — vielleicht — Lockerungen des strengen Corona-Regimes beschlossen? Mit solchen Überlegungen hält man uns tagaus, tagein in Atem. Dabei wird uns das Wesentliche nicht bewusst: der große Skandal hinter der offiziellen Erzählung. Dieser Staat demütigt eine ganzes Volk und hält es in Geiselhaft. Die Gesundheitsdiktatur hat uns nicht nur fast aller unserer bisher für selbstverständlich erachteten Rechte beraubt — sie versucht uns jetzt so lange zu quälen, bis wir alle nach einer Massenimpfung als einzigem Ausweg lechzen werden. Weitere Spuren in diesem Polit-Krimi führen hinter die Kulissen der Finanzwelt.

„Es ist als hätten alle den Verstand verloren,
sich zum Niedergang und zum Verfall verschworen,
und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.“

— Reinhard Mey, Narrenschiff. 1999 (1).

Das ganze Volk in Geiselhaft. So lange, bis es um Impfungen bettelt

Das liest sich in der Telefonschalte von Frau Merkel so: „Die Bundesregierung unterstützt deutsche Unternehmen und internationale Organisationen dabei, die Impfstoffentwicklung so rasch wie möglich voranzutreiben. Ein Impfstoff ist der Schlüssel zu einer Rückkehr des normalen Alltags. Sobald ein Impfstoff vorhanden ist, müssen auch schnellstmöglich genügend Impfdosen für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen.“

Haben unsere Politiker und die im Parlament sitzenden Abgeordneten bereits ein paar Impfdosen vorab genossen? Oder ein Präparat mit Namen Blödolin geschluckt? Wie kann es sein, dass es nicht eine kritische Frage aus den Reihen der Opposition gibt? Der durch seine Videos aus der Schwindelambulanz schnell berühmt gewordene HNO-Arzt Dr. Bodo Schiffmann hat diesen erbärmlichen Konsenschor unserer Parlamente als „SARS-Einheitspartei Deutschlands“ (SED) tituliert. Da hat Herr Schiffmann leider ins Schwarze getroffen.

Aber es hieße die Situation massiv verniedlichen, wollte man unterstellen, unsere Politiker seien lediglich zu Pharmavertretern umgeschult worden. Längst zeichnen sich tektonische Verschiebungen an, die geeignet sind, Jahrhunderte mühsamer Zivilisationsprozesse in wenigen Monaten zu verdampfen.

Zunächst ein geostrategischer Kollateralschaden im Krieg der Sterne. Es gibt eine Reihe von privaten Unternehmen und staatlichen Akteuren, die im Weltraum Überwachungs- und Nachrichtensatelliten stationieren, die im Zusammenspiel mit auf der Erdoberfläche engmaschig installierten 5G-Sendern den kompletten Erdball unter Kontrolle bringen wollen.

Platzhirsch ist die Firma SpaceX. Das ist ein Teil des Imperiums von Elon Musk, der mit dem Bezahlsystem Paypal reich geworden ist, und der Schlagzeilen generiert mit seinen Tesla-Elektroautos. SpaceX baut Trägerraketen und wird am 27. Mai dieses Jahres zwei US-Astronauten in das Weltall befördern. Damit macht Musk die US-Weltraumfahrt „unabhängig“ von russischen Trägerraketen. Zudem möchte Musk es noch erleben, dass durch SpaceX der Mars besiedelt werden kann. Die staatliche Weltraumagentur NASA ist in diesem Kontext nur noch der Juniorpartner. Gerade so wie unsere Bundesregierung gegenüber dem Softwarekönig Bill Gates. SpaceX will auch das Monopol über die Satelliten im Zusammenspiel mit den 5G-Sendern erobern. Es gab aber einen europäischen Konkurrenten namens One Web. One Web beförderte mit russischen Trägerraketen von Französisch-Guayana aus ebenfalls Satelliten ins Weltall. Durch die Corona-Krise geriet One Web in die Insolvenz. Nun zeichnet sich ab, dass die künftigen großen Internet-aus-dem-All-Satellitenflotten von US-Unternehmern wie Elon Musk oder dem Amazon-Gründer Jeff Bezos mit seiner Flotte bestimmt werden (7).

Russische Raketentechnologie ist aus den westlichen Systemen entkoppelt, was auch einen Krieg gegen Russland um einiges wahrscheinlicher macht. Die Überwachungs- und Steuerungstechnologie ist an sich schon nicht sehr kuschelig, um das mindeste zu sagen. Aber dass nunmehr diese Technologie sich in der Hand eines einzigen steuerflüchtigen Global-Feudalherren befindet, ist schlichtweg schlafraubend.

Doch kehren wir zurück zu der uns vertrauten Alltagswelt. Es wird immer mehr mittelständischen Unternehmern klar, dass sie durch die Corona-Geschichte schlichtweg aus dem Weg geräumt werden. Da winkt unsere geliebte Bundesregierung mit einem Hilfspaket in Höhe von 156 Milliarden Euro. Damit soll mittelständischen Unternehmern sowie Kleinstunternehmern unter die Arme gegriffen werden. Bislang spielen die Geldregen spendenden Instanzen allerdings auf Zeit und verlangen immer noch mehr Belege für die Hilfsbedürftigkeit der notleidenden Unternehmer.

Ein Schreiben der Creditreform an potentere Klienten, das der Redaktion vorliegt, warnt bereits vor zu großer Milde gegenüber Geschäftspartnern im Zahlungsverzug. Denn das staatliche Hilfspaket und die künstlichen Verzögerungen von Zahlungsunfähigkeiten wirkten nur als Strohfeuer, und spätestens ab dem nächsten Herbst würde die große Insolvenzwelle an Fahrt aufnehmen (8). Wen wundert‘s?

Bild

Alles, was das Leben in Deutschland, Österreich und der Schweiz so angenehm gemacht hat, das sind der gewerbliche Mittelstand und die öffentlich-rechtlichen sowie die genossenschaftlichen Strukturen. Die kleinen Läden und Handwerksbetriebe zum Anfassen. Die Genossenschaftsbanken, die auch in kleineren Orten ihre Kunden beraten. Die öffentlich-rechtlichen Kranken- und Rentenversicherungen, die das Geld ihrer Klienten nicht verzocken. Die EU als Vollstreckungsorgan der großen Konzerne und Kartelle versucht schon lange durch schikanöse Steuervorschriften und Dokumentationsrichtlinien á la Basel III den Genossenschaften und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen das Lebenslicht auszublasen.

Das brutale Corona-Regime wird jetzt in wenigen Monaten abrasieren, was Generationen in 150 Jahren mühevoll aufgebaut haben. Da ist es wenig überraschend, dass der Chef der globalen Vermögensverwaltungsfirma Blackrock, Laurence „Larry“ Fink im März seinen Anteilseignern einen hoffnungsvollen Brief geschrieben hat (9). Die Welt wird nach Corona eine andere sein als zuvor, so Fink. Und in den Trümmern der Post-Corona-Welt ergeben sich für seine Investoren „gewaltige Gelegenheiten“. Klar. Wenn der jetzige Wahnsinnskurs der Bundesregierung auch nur einige Wochen so weitergeht, werden deutsche Unternehmen für einen Appel und ein Ei in den Schoß des gigantischen Blackrock-Imperiums plumpsen. Mit dem CDU-Politiker und früheren Blackrock-Deutschland-Chef Friedrich Merz steht dann vielleicht auch der geeignete Liquidator deutscher Wirtschaft als Merkel-Nachfolger im Kanzleramt zur Verfügung.

Rein zufällig hat gerade US-Präsident Donald Trump gerade Blackrock als Berater herbeigezogen, um unter der Regie von Blackrock die amerikanische Zentralbank und das US-Finanzministerium zu einem gigantischen neuen Imperium zu verschmelzen. Entscheidende Transaktionen des neuen Finanzboliden werden die Lenker von Blackrock durchführen. Trump hat dafür gesorgt, dass nunmehr der Staat USA von Blackrock übernommen wird (10). Es ist klar, dass man für solche gigantischen Umverteilungen der Macht keine Öffentlichkeit auf den Straßen gebrauchen kann. Dennoch spielt sich Trump als Freund von Gegnern des Corona-Regimes auf. Er muss ja schließlich seine Wiederwahl sichern.

Nun ist womöglich auch die zum Spielcasino mutierte Finanzwelt gegen die Wand gerast. Um diesen suizidalen Kurs zu verheimlichen, würde Corona inszeniert, um vom eigenen Versagen abzulenken und einem Virus die Schuld am Untergang zu geben. So argumentiert Ernst Wolff (11). Es wird dabei langfristig Gewinner geben. Aus dem Trümmerfeld erhebt sich die gigantische ökonomisch-politische Machtmaschine der Volksrepublik China, und zum anderen herrschen dann allmächtige angloamerikanisch geprägte globale Feudalherren vom Schlage eines Bill Gates, Elon Musk oder Jeff Bezos. Das zerstrittene und politisch kastrierte Europa wird heruntergestuft auf ein Niveau, das heute bereits Griechenland aufoktroyiert wurde.

So lange noch die deutschen Untertanen in kindlich-kritiklosem Vertrauen ihre irre gewordenen Eltern beim Sturz von der Klippe begleiten, wird sich hier nichts zum Guten wenden. Doch die Corona-Inszenierung hat natürlich auch ihr Gutes: denn mit einem Schlag wird einem größeren Personenkreis drastisch bewusst, dass wir auf uns selbst gestellt sind wie Hänsel und Gretel. Wir müssen uns selber organisieren und die Realwirtschaft wieder in unsere eigenen Hände nehmen. Die öffentlich-private Corona-Seilschaft hängt gerade in der Luft, denn das blöde kleine Corona-Virus hat auf der ganzen Linie versagt. Das ist unsere Chance. Nutzen wir sie, bevor die nächste Katastrophe aus dem Hut gezaubert wird.

Hermann Ploppa ist Politologe und Publizist. Er hat zahlreiche Artikel über die Eliten der USA veröffentlicht, unter anderem über den einflussreichen Council on Foreign Relations. 2008 veröffentlichte er „Hitlers Amerikanische Lehrer“, in dem er bislang nicht beachtete Einflüsse US-amerikanischer Stiftungen und Autoren auf den Nationalsozialismus offenlegte. Sein Bestseller „Die Macher hinter den Kulissen – Wie transatlantische Netzwerke heimlich die Demokratie unterwandern“ sorgt nach wie vor für angeregte öffentliche Diskussionen.

Dieser Text erschien zuerst bei Rubikon.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Reinhard Mey, Das Narrenschiff, https://www.youtube.com/watch?v=8Lz_qPvKCsg
(2) https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/17_20_SARS-CoV2_vorab.pdf;jsessionid=C09EEB6757306634B183861901605C73.internet052?__blob=publicationFile
(3) Johann Wolfgang Goethe, Faust I, Szene im Studierzimmer. Mephisto gibt sich gegenüber einem jungen Studenten als Doktor Faust aus und führt einen kabarettistischen Rundschlag gegen die universitäre Situation seiner Zeit aus.
(4) „4 a. Worst case verdeutlichen! Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: „Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher.“ Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen. Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden: 1) Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls. Die Bilder aus Italien sind verstörend. 2) „Kinder werden kaum unter der Epidemie leiden“: Falsch. Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann. 3) Folgeschäden: Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfarkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren. Eine viel häufigere Folge ist monate- und wahrscheinlich jahrelang anhaltende Müdigkeit und reduzierte Lungenkapazität, wie dies schon oft von SARS-Überlebenden berichtet wurde und auch jetzt bei COVID 19 der Fall war.“; https://fragdenstaat.de/dokumente/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen/?fbclid=IwAR0PAtBSIvF_sbodCEmxVkOsmjdN1HnAcyQ_QX9o95rGIrXwilGvv2A_-r4
(5) Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den
Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 15. April 2020: „17. Eine zeitnahe Immunität in der Bevölkerung gegen SARS-CoV-2 ohne Impfstoff zu erreichen, ist ohne eine Überforderung des Gesundheitswesens und des Risikos vieler Todesfälle nicht möglich. Deshalb kommt der Impfstoffentwicklung eine zentrale Bedeutung zu. Die Bundesregierung unterstützt deutsche Unternehmen und internationale Organisationen dabei, die Impfstoffentwicklung so rasch wie möglich voranzutreiben. Ein Impfstoff ist der Schlüssel zu einer Rückkehr des normalen Alltags. Sobald ein Impfstoff vorhanden ist, müssen auch schnellstmöglich genügend Impfdosen für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen.“; https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/telefonschaltkonferenz-der-bundeskanzlerin-mit-den-regierungschefinnen-und-regierungschefs-der-laender-am-15-april-2020-1744228?fbclid=IwAR2bFdFtxKvEa9_YrXMDV4TX4Gh6pzcPRqeDL90B8UNxbd39bNM3r2llQ8M
(6) https://www.fischundfleisch.com/mag-robert-cvrkal/mit-warnschuessen-gegen-corona-suender-wir-bestrafen-die-falschen-64116
(7) https://www.welt.de/wirtschaft/article206901309/One-Web-Europas-Weltraum-Hoffnung-ist-pleite-Elon-Musk-profitiert.html
(8) Aus dem Schreiben der Creditreform: „Insbesondere sollten Sie sich nicht durch die Tatsache, dass es vorerst keinen sprunghaften Anstieg der Insolvenzen geben wird, täuschen lassen: Der Gesetzgeber wird kurzfristig die dreiwöchige Insolvenzantragsfrist bis zum Herbst dieses Jahres aussetzen, um zahlungsunfähige und überschuldete Unternehmen nicht sofort in die förmliche Insolvenz zu zwingen. So nachvollziehbar diese Maßnahme ist, so gefährlich ist sie auch für die Gläubiger. Denn sie verdeckt den eingetretenen Bonitätsverfall und kann somit weitere Kreditschäden verursachen.“
(9) Offener Brief von Blackrock-Chef Larry Fink an seine Anteilseigner vom 29.3.2020: „The world will get through this crisis. The economy will recover. And for those investors who keep their eyes not on the shaky ground at our feet, but on the horizon ahead, there are tremendous opportunities to be had in today’s markets.”; https://www.blackrock.com/corporate/investor-relations/larry-fink-chairmans-letter
(10) https://www.coinkurier.de/trump-fed-und-blackrock-bilden-finanzmonopol-bitcoin-btc-wichtiger-als-je-zuvor/
(11) https://www.youtube.com/watch?v=iat3x0Nvrmo&t=957s

4 Gedanken zu “Die Corona-Inszenierung

  1. du meine Güte!…. sorry bei allem Verständnis und teilweiser Zustimmung was die Grundrechtssituation betrifft und berechtigter Kiritk am neoliberalen System: aber der Autor dieses unsäglichen Textes nutzt die Lage dazu (aus), gegen den demokratischen Staat und seine – demokratisch legitimierten – Corona-Regeln zu hetzten und hängt offensichtlich einer der Impfverschwörungstheorien an. Schade. und das auf „demokratieevolution“…
    da nützt es auch nicht, das Narrenschiff zu zitieren.

    Liken

    1. Ja, wahrscheinlich haben Sie Recht: Der Ton des Textes diskreditiert, was auch immer er an berechtigten Kritikpunkten ansprechen mag. Meine zunehmend verzweifelte Suche nach kritischeren Positionen zum aktuellen Umgang mit der Pandemie hat hier vermutlich eine entscheidende Grenze überschritten. Vielleicht unterstreicht aber gerade das auch noch einmal den Ernst der Lage: dass man gegenwärtig auch als aufgeklärter Zeitgenosse Gefahr laufen kann, sich von einer allzu pauschalen Staatskritik verführen zu lassen. Und womöglich kann man das dann zuletzt wenigstens noch als einen Grund ansehen, die Veröffentlichung dennoch nicht vollständig bereuen zu müssen: weil sie eine anscheinend doch nicht ganz überflüssige Gelegenheit geboten hat, noch einmal auf diese Grenze hinzuweisen – und sie bei künftiger Kritik im Auge zu behalten.

      Danke jedenfalls für Ihren Kommentar und dafür, dass Sie ansonsten offenbar keine ganz schlechte Meinung von uns hatten. Möge das sich in Zukunft zumindest nicht radikal ändern!

      Liken

  2. Es fällt mir schwer, diesem Text etwas Positives abzugewinnen. Bestenfalls würde ich ihn als vertane Chance einordnen: Natürlich gibt es vieles zu kritisieren, in der aktuellen Situation. Zum wiederholten Male offenbaren sich erhebliche Schwierigkeiten unseres politischen Systems mit komplexen, multidimensionalen Problemen umzugehen. Nicht von allen aber von vielen wird die Herausforderung Corona vereinfacht und als Problem zugeschnitten, das mit wenigen klaren Richtlinien und entschlossenen Maßnahmen schnell in den Griff zu bekommen ist. Auch wird von manchen suggeriert, absolut gültige moralische Imperative würden jetzt eindeutiges Handeln vorschreiben. Offensichtlich ist aber in beiden Fällen das Gegenteil der Fall. Aufwändige wissenschaftliche Klärungen und kritische Reflexion derselben sind ebenso unvermeidbar wie dilemmatische und darum ethisch hoch knifflige Güterabwägungen. Das immerhin lässt sich in dieser ansonsten extrem unsicheren Situation mit recht großer Sicherheit konstatieren.

    Komplexe Probleme wie Corona bräuchten deutlich mehr Offenheit im Denken und Flexibilität im Handeln, als wir das bisher erleben. Die kann und sollte in einer Demokratie wie unserer primär aus der Mitte der Gesellschaft kommen – da immerhin kann ich noch einen Hauch von Übereinstimmung mit dem Autor entdecken: Die Ressourcen der Selbstorganisation werden nicht ausreichend genutzt, in dieser Krise. Der Staat agiert – nicht überall und durchgängig, aber doch spürbar – als Obrigkeitsstaat. Dabei muss natürlich nicht alles zentral geregelt werden, es gäbe in vielen Fällen andere und bessere Wege, ja sie sind teilweise sogar unumgänglich. (Was sich schon daran zeigt, dass etwa eine Regel wie die ‚Kontaktsperre‘ im Alltag überhaupt nicht auf Einhaltung zu kontrollieren ist und wer sie erlässt darum auf mitdenkende Menschen angewiesen ist.)

    Nur ist der obige Text mit seinem polemischen Stil und den vielen Andeutungen, die auf scheinbar finstere Absichten der Mächtigen verweisen überhaupt nicht geeignet uns in dieser Angelegenheit weiter zu bringen. Er bietet ja gerade keine angemessene Analyse der Problemsituation und keine konstruktiven Alternativstrategien, sondern fast nur pauschale Kritik und Abwertungen. Natürlich werden viele relevante Punkte angesprochen – aber offenbar ohne die Absicht ernsthaft in eine konstruktive Debatte einzutreten.

    Das ist für mich eine Meinungsäußerung, mit der ich in unserer Demokratie (zum Glück) genau so leben muss und werde wie mit vielen anderen, die mir nicht gefallen. Aber hätte sie ausgerechnet hier wiederholt werden müssen? Wohl eher nicht.

    Liken

Schreibe eine Antwort zu Andreas Schiel Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s