Warum machen wir das nicht einfach?

Wenn die neue Regierung nicht über die Zukunft redet, müssen es eben andere tun. In der Berliner Urania haben einige schon mal angefangen

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Zukunftsdenker Ronzheimer, Burmeister, Göpel, Brandt – Foto: denkzentrum|demokratie (CC)

Beinahe ein halbes Jahr hat sie gedauert, die Regierungsbildung nach der Bundstagswahl im vergangenen Herbst. Und herausgekommen ist nun doch nur wieder dasselbe wie vorher, eine Große Koalition unter Kanzlerin Merkel, die morgen nach langem Bangen endlich in ihrem Amt bestätigt werden wird. Es ist, da sind sich viele Beobachter und Kommentatoren einig, eine Koalition von gestern, ein nur noch nachhallender Abgesang der im Grunde längst an ihr Ende gekommenen Ära Angela Merkels, die sich nur mit letzter Kraft noch einmal an ihr Amt zu klammern vermochte. Statt der wenigstens noch etwas frischen Wind versprechenden Experimente einer Jamaika-Koalition oder einer Minderheitsregierung, statt der bis zuletzt in Teilen der SPD so sehnlich erhofften “Erneuerung” der Partei nun eine erneute alte Groko mit immerhin einigermaßen ausgetauschtem Personal. Der einzige Trost der auch Erneuerung des Landes Erhoffenden dürfte der sein, dass wohl auch keine andere der nach dem Wahlergebnis vom Herbst realistischen Regierungskonstellationen die wirklich wichtigen Zukunftsfragen irgendwie beherzter angegangen wäre als die Groko.

Umso wichtiger ist es, dass andere diese Zukunftsfragen weiter stellen. „Warum machen wir das nicht einfach?“ weiterlesen

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